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Tipps und Tricks für gesunde Füße

Scholl SchuheStudien zufolge trägt jedes zweite Kind zu kleine oder zu große Schuhe. Das sorgt nicht nur für einen unbequemen Sitz, sondern kann zudem die Fußgesundheit gefährden. Schlechte Schuhe im Kindesalter begünstigen genauso wie zu hohe Absätze oder eine abgelaufene Sohle die Entstehung von Fußfehlstellungen. Besonders bekannt sind hier zum Beispiel der Plattfuß, der Senk- und Spreizfuß oder auch der Hallux Valgus. Zwar gibt es verschiedene Deformitäten, die bereits angeboren sind, allerdings ist ein Großteil der heute diagnostizierten Fußkrankheiten erworben und hätte sich unter anderem durch richtiges Schuhwerk vermeiden lassen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihre Füße vor Fehlstellungen bewahren und von einer erstklassigen Fußgesundheit profitieren.

Barfuß gehen und die Fußmuskulatur stärken

Tipps und Tricks für gesunde FüßeEine zu schwache Fußmuskulatur gehört zu den häufigsten Ursachen für Beschwerden an den Füßen. Deswegen ist es wichtig, hin und wieder auf festes Schuhwerk zu verzichten. Dadurch werden die Muskulatur, Sehnen und Bänder gestärkt, sodass sich das Verletzungsrisiko verringert. Auch Menschen, die bereits an einer Fehlstellung leiden, sollten diesen Tipp beherzigen, um die Schmerzen beim Laufen und Stehen zu verringern. Im Idealfall geht man nicht auf ebenen Flächen zu Fuß, sondern im besten Fall auch ein paar Höhenmeter, zum Beispiel beim Treppenlaufen, um die Muskeln zusätzlich zu stärken. Darüber hinaus befinden sich auf der Sohle und Ferse hunderte Nerven, die für sensorische Eindrücke zuständig sind. Für viele Menschen ist es beispielsweise ein schönes Gefühl, barfuß durch eine Blumenwiese, über Sand oder trockene Erde zu gehen. Das Waten durch kaltes Wasser hat hingegen einen belebenden Effekt, der unter anderem beim Wassertreten nach den Lehren Kneipps genutzt wird.

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Diese Fehlstellungen treten besonders häufig auf

Zunächst ist es wichtig, sich einen kleinen Überblick über die häufigsten Fußfehlstellungen zu machen. Es gibt nämlich einige angeborene Fehlstellungen, auf deren Verlauf man kaum Einfluss nehmen kann. Das richtige Schuhwerk führt hier zu keiner Heilung, kann aber die Schmerzen beim Stehen und Gehen deutlich senken. Nachfolgende Tabelle zeigt die am häufigsten diagnostizierten Fußfehlstellungen:

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Fußfehlstellung Beschreibung Angeboren oder erworben?
Senkfuß, Plattfuß, Knickfuß Das Längsgewölbe des Fußes ist abgeflacht. Die häufigste Ursache für die Fehlstellung ist eine schwache Fußmuskulatur Beides möglich
Spreizfuß Die Knochen des Mittelfußes liegen so, dass sich der vordere Teil des Fußes verbreitert. Beides möglich

Das Tragen schlechter Schuhe begünstigt die Fehlstellung deutlich.

Hohlfuß Beim Hohlfuß ist das Längsgewölbe deutlich stärker ausgeprägt. Meist angeboren
Hallux Valgus Der große Zeh knickt deutlich ab, sodass das Grundgelenk nach außen zeigt und der Zeh selbst den zweiten Zehen überlagert. Erworben, oft in Kombination mit einem Spreizfuß

Fußfehlstellung selbst erkennen: Schmerzende und geschwollene Füße am Abend können einen ersten Hinweis auf eine Fußfehlstellung geben. Allerdings spielen hier auch andere Faktoren wie das Wetter oder der zurückgelegte Weg eine wichtige Rolle. Wer selbst überprüfen möchte, ob er an einer Fußfehlstellung leidet, macht am besten einen Abdruck seiner Füße. Schnell und einfach geht das im Schwimmbad, wenn man mit nassen Füßen auf trockene Steinfließen tritt. Alternativ kann man sich ebenso Fingermalfarbe im Einzelhandel besorgen und damit seine Füße auf Papier abbilden. Eine professionelle Diagnose erhält man dagegen beim Orthopäden.

Schuhe sollten weder einengen noch zu weit sein

Während Eltern beim Kauf von Kinderschuhen penibel darauf achten, dass die Schuhe weder zu klein noch zu groß sind, machen sich viele Erwachsene beim Kauf der eigenen Schuhe viel weniger Gedanken. Zu weitere Schuhe werden unüberlegt mit Taschentüchern ausgestopft, während man bei zu kleinen Schuhen davon ausgeht, dass sich diese im Laufe der Zeit noch weiten. Diese Einstellung führt nicht nur zu oberflächlichen Verletzungen wie Blasen, sondern begünstigt außerdem die Entstehung von verschiedenen Fehlstellungen. Deswegen ist es wichtig, beim Kauf der Schuhe anspruchsvoll zu sein. Die Schuhe sollten weder zu klein noch zu groß sein. Weil Füße im Laufe des Tages oftmals anschwellen, ist die beste Zeit für eine Anprobe der späte Nachmittag oder frühe Abend. Wer Schuhe vormittags anprobiert und kauft, läuft Gefahr eine zu kleine Schuhgröße zu wählen, sodass die Schuhe nachmittags oder abends drücken und Schmerzen verursachen. Ebenso sind Einkäufe am späten Abend zu vermeiden: Zu weite Schuhe verrutschen beim Laufen, sodass die Zehen gestaucht werden.

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Absatzschuhe sollten die Ausnahme bleiben

Obwohl Schuhe mit hohen Absätzen (z. B. Pumps oder High Heels) das Bein optisch strecken und der Trägerin einen attraktiven Look verleihen, raten Orthopäden dazu, Absatzschuhe so selten wie möglich zu tragen. Die Schuhe sehen zwar ansprechend aus, dennoch sorgen sie für eine Fehlbelastung der Muskulatur: Der vordere Teil des Fußes wird deutlich stärker belastet als der hintere Teil, sodass sich die Muskulatur verkürzt und es zu Fehlstellungen kommt. Wer aus bestimmten Gründen nicht auf Absatzschuhe verzichten möchte oder kann, sollte die Höhe des Absatzes zumindest auf 5 Zentimeter begrenzen.

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Eine gute Dämpfung unterstützt die Fußgesundheit

Der optimale Schuh sollte weder zu hart noch zu weich sein. Ist die Sohle zu hart, bekommt man kein Gefühl für den Boden und kann zudem den Fuß nur schlecht abrollen. Allerdings gibt es auch zu weiche Fußbetten. Diese vermitteln im ersten Moment zwar ein angenehmes Tragegefühl, doch der Fuß findet hier keinen Halt, sodass es schnell zu Überdehnungen der Fußmuskulatur kommen kann. Eine zusätzliche Dämpfung im Schuh macht nur auf einem harten Untergrund Sinn. Wer beispielsweise viel über Asphalt oder Steinböden läuft, sollte auf Schuhe mit extra Dämpfung zurückgreifen. Wer auf Waldboden unterwegs ist oder im Büro über Teppichboden läuft, greift besser zu Schuhen mit einer geringeren Dämpfung.

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Aktiv werden und den Fuß trainieren

Die beste Maßnahme gegen Fehlstellungen und Beschwerden am Fuß ist eine gute Vorsorge. Wer sich regelmäßig bewegt und die Fußmuskulatur stärkt, reduziert das Risiko für Fußkrankheiten. Viele Übungen lassen sich problemlos in den Alltag einbauen. Abends vor dem Fernseher kann man beispielsweise versuchen, kleine Gegenstände mit den Zehen aufzuheben, um die Muskulatur und das Feingefühl in den Zehen zu verbessern. Ebenso raten Orthopäden dazu hin und wieder einige Meter nur auf den Fersen oder auf den Zehenspitzen zu laufen.

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Am Abend, nachdem man viele Stunden gelaufen, gestanden oder gesessen hat, freuen sich die Füße über eine wohltuende Massage. Im Laufe des Tages kann sich die Muskulatur nämlich verkrampfen, sodass sie verkürzt und schlimmstenfalls zu Fehlstellungen führt. Neben der Massage sollte man die Füße außerdem hochlegen, um die Durchblutung zu fördern und Schwellungen in den Füßen zu reduzieren.

Tipps und Tricks für gesunde Füße zusammengefasst

Wer der Entstehung von Fehlstellungen entgegenwirken und Schmerzen in den Füßen reduzieren möchte, kann mit kleinen Veränderungen im Alltag schon viel bewirken. Fassen wir die wichtigsten Punkte noch einmal übersichtlich zusammen:

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  • Schuhe in der richtigen Größe wählen
  • Viel barfuß laufen
  • Absatzschuhe selten tragen
  • Dämpfung berücksichtigen
  • Übungen zur Stärkung der Muskulatur durchführen
  • Müde Füße massieren

Zudem ist die regelmäßige Kontrolle beim Arzt wichtig. Füße verändern sich im Laufe des Lebens und das Risiko für bestimmte Fehlstellungen wie etwa den Hallux Valgus nimmt im Alter deutlich zu.

Tipp: Eine regelmäßige Kontrolle beim Hausarzt oder Orthopäden stellt eine frühe Erkennung möglicher Beschwerden sicher, sodass im Ernstfall einer frühzeitigen und erfolgreichen Therapie nichts im Wege steht.

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